
Friedrich Lampert als Gebüsch (Pfeil)
Seit Jahren versucht das nordrhein-westfälische Landesverfassungsschutzamt immer wieder, den Bewohnern der letzten autonomen Stadt Deutschlands demokratiefeindliche Tendenzen nachzuweisen. Der Gipfel dieser Unternehmung wurde 2005 erreicht, als ein Einsatzkommando des Verfassungsschutzes den Tiefenbacher Bürgermeister Horatius B. Lunkwitz entführen wollte und es dabei mit der gesamten Einwohnerschaft Tiefenbachs aufnehmen musste. Es gelang den Bürgern damals, die Verfassungsschützer erfolgreich zurückzuschlagen, indem sie von der Nusswaffel gebrauch machten.
Seit 2006 ermittelte der Verfassungsschützer Friedrich Lampert in Tiefenbach - Undercover, dachte er. Doch der Tiefenbacher Geheimdienst KKSA (Kosovo Karlchens Security Agency) war über den Spitzel in der Stadt bereits informiert - durch einen KKSA-Agenten im NRW-Verfassungsschutz.
Friedrich Lambert wurde im Sommer diesen Jahres dabei erwischt, wie er als Gebüsch getarnt am Rathauspavillon Mitglieder des Stadtrates beim Knutschen beobachtete. Seine Tarnung flog jedoch aufgrund einer Pollenallergie auf, die das Gebüsch heftigst zum Niesen brachte.
Lambert war dem Gericht kein Unbekannter. Bereits 2007 musste er sich wegen Verhöhnung einer Bahnhofstoilette vor Gericht rechtfertigen, 2009 folgte eine Anklage wegen sexueller Belästigung einer Platane, vor der er sich unsittlich entblößt hatte. Eine Zeugin schilderte damals erschüttert, dass er die Platane sogar anuriniert hätte, was sich aufgrund des trockenen Sommers leider nicht mehr zu 100% belegen ließ.
Für Friedrich Lampert bedeutet die dritte Verurteilung nach dem Tiefenbacher Three-Strikes-System (gilt nur für Gäste, Touristen und kürzlich Zugezogene), dass er die Stadt beim nächsten Morgengrauen zu verlassen hat und nie zurückkehren darf.
Die Abschiebung erfolgt morgen Früh durch den Ältestenrat auf traditionelle Weise: Lampert wird mit Rübensirup übergossen, in Daunen gewälzt, auf einen Baumstamm gesetzt und muss auf dem Tiefenbach heruntertreiben, bis er das Hoheitsgebiet der freien Stadt Tiefenbach verlassen hat.
Bürgermeister Lunkwitz nutzte den Anlass der Verurteilung gleich noch praktisch und sprach ein Einreiseverbot gegen den amtierenden nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger aus. Dieser reiht sich jetzt in eine Liste mit unerwünschten Politikern wie Wolfgang Schäuble, Horst Seehofer, Guido Westerwelle und Gerhardt Schröder ein.




